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 Besuch vom Groß Gerauer Echo...

„Wie im Kindergarten, nur kleiner“
Der kleine Lord: Daniela Lord betreibt in Gernsheim eine Großpflegestelle, bei der bis zu zehn Kinder eingeschrieben sind
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GERNSHEIM. Sie heißen üblicherweise „Spatzennest“ oder „Goldmäuse“. In der Schöfferstadt nennt sich die Kindertages-Großpflegestelle in der Mainzer Straße 16 „Der kleine Lord“. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Kindergruppe wird seit 2001 von Daniela Lord betrieben. Weil sie eine Lücke in der kommunalen Daseinsfürsorge füllt, hat der Magistrat für die Anschaffung von Betten, Matratzen und Babyschalen einen Investitionszuschuss von 3000 Euro bewilligt.

„Schuhe bitte ausziehen“ steht am Eingang des großen Raumes, in dem montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr Trubel herrscht. Die gelernte Erzieherin darf bis zu zehn Kinder aufnehmen. Das bringt sehr hohe Flexibilität, so dass die Eltern bestimmen können, ob ihr Kind die ganze Woche, tage- oder nur stundenweise die Gruppe besucht. Und weil nach Stunden abgerechnet wird, kann „Der kleine Lord“ für die Eltern recht kostengünstig sein.

Daniela Lord war Erzieherin und stellvertretende Kindergartenleiterin, Mitarbeiterin in einer Krippe und in der Schulkindbetreuung, bis zwei eigene und ein Dauerpflegekind kamen. Als die aus dem Gröbsten heraus waren, arbeitete die Erzieherin in einer privaten Kindergruppe, die geschlossen wurde. Überlegungen und ein Anruf beim Jugendamt führten schließlich zur Entscheidung für die eigene Gruppe. So hat sich „Der kleine Lord“ entwickelt.

Lord hat vom Jugendamt eine auf fünf Jahre begrenzte Pflegeerlaubnis, die immer wieder erneuert werden muss. Fortbildungen mit Praxisreflektion sind für sie Pflicht und Kür zugleich. Dazu nimmt sie gern die Angebote des Kreisjugendamtes Groß-Gerau und des Mütteraktionszentrums Stockstadt in Anspruch.

In ihrer Arbeit stellt Daniela Lord fest, dass das Merkmal „alleinerziehend“ für ihre Klientel nicht typisch ist. Eher der Typ Managermutter gibt die Kinder zu ihr. „Zwei Drittel der Frauen möchten einfach arbeiten gehen.“ Die Mütter seien gegenüber früheren Jahren auch älter geworden. Zudem teilt das Jugendamt der Großpflegestelle Kinder zu. Diese stammen beispielsweise aus Familien, die Hilfe zur Erziehung benötigen. Lord kooperiert aber auch mit Schulen und Kindergärten, ist bei Merck in der Vermittlung.

Früher habe es fast mehr Tagesmütter als Kinder gegeben. „Das ist mittlerweile gekippt.“ Heute rufe das Jugendamt auch schon einmal wegen privater Vermittlungsanfragen an. Viele Eltern wissen von der Großpflegestelle durch Mundpropaganda. Nach der Aufnahme werden die Kinder maximal drei Jahre betreut, dann übernimmt der Kindergarten. Im „kleinen Lord“ wurden schon viele Geschwisterkinder betreut.

Die Kinder verbringen ihren Tag mit Basteln und Kneten, dem fast täglichen Gang in den Garten, Malen und mehr. Es gibt den Eisenbahntisch, Lego, Puppen – „also alles wie im Kindergarten, nur eine Stufe kleiner“. Ausflüge führen zu den Wildschweinen im Jägersburger Wald oder in den Vogelpark Biebesheim. Bei alledem ist der „kleine Lord“ familiär, weil es immer die gleiche Betreuungsperson ist. Die Kinder können eine Bindung entwickeln, Vertrauen gewinnen. Nachteil: Bei Krankheit und im Urlaub ist geschlossen.

„Man muss diese Aufgabe mögen“, sagt Daniela Lord. Denn bisweilen sei es schon anstrengend, den ganzen Tag mit den kleinen Rackern zu verbringen. Die Erzieherin findet letztlich immer wieder Tricks, die Kinder zu beschäftigen. Der Gruppenraum wird gelegentlich umgestaltet. Derzeit beherrscht hellgrüne Farbe an den Wänden den Raum, zu dessen Ausstattung Bauecke, Frühstückstisch, Bällebad, Wickelplatz, Kugelbahn, Schlafburg, Kuschelecke und Kinderküche gehören. „Ein eigener Raum ist wichtig für die Kinder, für mich und meine Familie.“ Denn die eigenen Kinder brauchen ihren persönlichen Bereich, in dem sie keine Rasseln und Schlabberlätzchen finden wollen.

Versorgt werden die Kinder mit Frühstück und Mittagessen; ein Junge erhält auch Abendbrot. Daniela Lord kocht selbst, weil sie mit Lieferanten nie zufrieden war. Babies erhalten Milch und „Gläschen“, manchmal auch mitgebrachte Muttermilch. „Die Knirpse lernen bei mir auch selbstständig essen“, sagt die Erzieherin.

Unter den kleinen Besuchern sind viele Wickelkinder. „Wir üben auch, trocken zu werden“, sagt Daniela Lord, „aber ohne Zwang. Ich will die Kinder nicht unter Druck setzen“. Und: „Schnuller gibt es bei mir in der Regel für Kinder über einem Jahr nicht, höchstens zum Schlafen.“ Weil die Kleinen mit Schnuller schlechter sprechen lernen.

Durch die Altersunterschiede lernen die Bambini auch den sozialen Umgang miteinander.

Die Erzieherin erwartet, dass die Kinder bestimmte Regeln lernen: „Es gibt keine Prinzessinnen und Königskinder, alle sind Menschen.“ Darin will sie konsequent sein, „weil Kinder ein Gerüst für das Leben brauchen“. Zudem könnten sie sich im Kindergarten leichter einordnen.

Drei Viertel ihrer kleinen Besucher kommen aus Gernsheim, andere aus Wolfskehlen, Stockstadt und Alsbach. Etwa 40 Kinder hat Daniela Lord bisher betreut.


28.6.2008


 

 

 

Folgende Firmen/Personen haben den kleinen Lord mit Spenden unterstützt.

Vielen herzlichen Dank!!!

 

  • Der Magistrat der Stadt Gernsheim http://www.gernsheim.de (Mobiliar und Spielgeräte sowie eine finanzielle Beteiligung von 30 % bei der Anschaffung unseres Krippenwagens)
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  • Frau Führes (Spielsachen)
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  • Holzabsatzfonds http://www.infoholz.de (Luftballons, Aufkleber, Stoffbanner)
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  • Frau Schimpke (Bilderbücher)
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  • Medela Medizintechnik http://www.medela.de (Frisbeescheiben, Bonbons, Gummienten)
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  • Familie Banck (Spielsachen, Babywippe, Babyautositz)
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  • Herr Eichhorn von Fabrik direkt http://www.fabrikdirekt.com (unser Gruppenraum-Möbelausstatter hat uns ein ganz besonderes Referenzangebot gemacht)
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  • Familie Masan (Spielsachen, Wechselkleidung, Taschentücher, Kalender, Cremes, Stifte)
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  • Milupa http://www.milupa.de (Proben von Babykost)
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  • Familie Lamb-Spengler (Spielsachen)
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  • Hipp http://www.hipp.de (Proben von Babykost)
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  • Familie Sudheimer (Spielsachen, Kinderfahrzeuge und ein Buggy)
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  • bebivita http://bebivita.de (Proben von Babykost)
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  • Familie Rensch (Lätzchen, Wechselkleidung, Hausschuhe, Spielsachen)
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  • Alete http://www.alete.de (Proben von Babykost)
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  • Familie Schnieders (Spielsachen, Kuscheltiere und Kinderbücher)
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  • STADA Arzneimittel AG http://www.stada.de (Produktproben)
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  • Firma Fielmann http://www.fielmann.de (Spielsachen und Werbeartikel sowie ein Fußball)
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  • Beutelsbacher Fruchtsaftkelterei GmbH http://www.beutelsbacher.de (Bilderbücher)
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  •  Die Grünen (Reflektorbänder, Stifte und Luftballons)
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  • Firma Rasch Tapetenfabrik http://www.rasch.de (Werbematerial, Tapeten)
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  • Firma Langenscheidt http://www.langenscheidt.de (Bücher)
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  •  Frau Köhler (Bilderbücher)
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  • Kevin Wiesenäcker (Spielsachen, Bücher)
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  • Familie Marquardt (Lätzchen und Spielsachen)
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  • Frau Prepszl (Rutscherautos)
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  • Familie Ewest (Spielsachen, Kinderbettwäsche, Kinderfahrzeuge und ein Reisebett)
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  • Markenoutlet in Gernsheim, Robert Bunsen Str. 13, toys & brands http://www.toys-brands.de (2 nagelneue Laufräder)
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  • Familie Hock (Kinderhörspiel- und Musikkassetten)
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  • Familie Weishäuptl (Kuscheltiere) 
  •                                                                                 
  • Familie Müller (Kinderspielsachen, Spielteppich)
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  • Familie Sterzenbach (Kinderkleidung und Schuhe)
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  • Krabbelgruppe "Die Eulenzwerge" (Möbel und Spielmaterial)
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  • Familie Borger (Milchpulver)
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  • Familie Emmerich (Lätzchen)
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  • Familie Höhenberger (Spielzeug, Puzzles und ein Schaukelpferd)
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  • Irene aus dem Kamen - ehemalige Tagesmutter(Kuscheltiere und Spielsachen)
  •  
  • Familie Perry (Kinderküche, Werkbank, Gartenpavillon aus Stoff und Zubehör)
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  • Familie Rensch (Gitterbett, Hüpfbälle, Rody Hüpfpferd,Tischspiele)
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  • Unsere "Postfrau" (Spielsachen)
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  • Familie Wegmann (Gitterbett, Buggy)
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  • Familie Kraft-Richter (Türgitter, Lätzchen)
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  • Familie Beck-Wunderle (Türgitter)
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  • Familie Kautzmann (Spiel)
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  • Familie Syring (Ärmellätzchen)
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  • Familie Lehmann (Milchpulver)